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Wolja vor Gericht: weitere Verhandlung gegen Hausbesetzer der Neugasse 17

Wolja Prozess 21.08.

Das Amtsgericht Jena scheint weiterhin Interesse am Thema von Leerstand, Eigentumsfragen und Hausbesetzungen zu haben. So hat es für den 21. August eine Verhandlung gegen einen weiteren der Besetzer der Neugasse 17 angesetzt.

Es geht um den Strafbefehl wegen Hausfriedensbruch über 450 Euro. Bereits am 23. April 2015 wurde einer der Neugassen-Besetzer für schuldig befunden, nachdem er ausführlich dargelegt hatte, warum Hausbesetzungen das Naheliegendste in heutigen Zeiten sein könnten und damit den Richter zu teils unterhaltsamen und teils entlarvenden Reaktionen bewegte.

Wie schon in jener Verhandlung ist für den 21.8. der langjährige Jenaer Staatsschutzkommissar Tuche als Zeuge geladen, zusammen mit einem Polizisten der Bereitschaftspolizei. Der vorsitzende Richter Kleeßen dürfte sich, fast noch mehr als der Angeklage, an jenem Tag über lebendige und vielfältige Beiträge zum Thema von Raumergreifungen, Eigentumsförmigkeit dieser Gesellschaft und selbstorganisierte Kämpfe freuen. Sei es rund um das Jenaer Justizzentrum oder anderswo in der Stadt.

Wer den Angeklagten zur Verhandlung begleiten will, ist eingeladen, am 21.8. ab 8.30 Uhr zum Amtsgericht in die Rathenaustraße 13 zur angemeldeten Kundgebung zu kommen. Die Verhandlung beginnt um 9 Uhr in Saal 7, wobei Zeit für die Eingangskontrollen bedacht werden sollte. Dabei empfiehlt es sich, einen Ausweis und keine kriminalisierbaren Gegenstände dabei zu haben.

Häuser besetzen sowieso!

Weitere Infos und Hintergründe unter: wolja.noblogs.org

Outbreak #2 erhältlich

Im Infoladen ist ab sofort die zweite Ausgabe der Zeitschrift der Gefangenengewerkschaft (BB/GO) erhältlich.
Cover Outbreak #2

Weimar im April: Infoveranstaltungen zu den anstehenden Prozessen (Mo 9.2. 19 Uhr)

Es wird nicht ruhig um „Weimar im April“

Im April 2012 wurden einige junge Menschen in Polizeigewahrsam genommen und dort misshandelt. Die Ermittlungen gegen die diensthabenden Polizist_innen wurden eingestellt. Dafür wird gegen die Betroffenen aus der Nacht wegen „Vortäuschen einer Straftat“ ermittelt und nun ist es so weit: Die Hauptverhandlung wird eröffnet und findet an den fünf aufeinanderfolgenden Donnerstagen ab 19.2. statt. Wir informieren euch zum Stand der Dinge.

Freiheit für Josef! – Solishirts ab sofort bei uns

Ab sofort könnt ihr während der Öffnungszeiten diese Solishirts bei uns erwerben. Es gibt verschiedene Farben und Varianten:
- gerade geschnitten | Größen S-XL | blau, rot oder schwarz
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Mehr Infos zu dem Fall von Josef findet ihr unter: http://soli2401.blogsport.eu/. Dort könnt ihr die Shirts auch per Mail bestellen (soligruppe-josef@riseup.net)

03.07.13 Kino im Infoladen

161>88

20.00 Uhr

Der Dokumentarfilm 161>88 erzählt die Geschichte des Antifaschismus in Tschechien seit dem Ende der ČSSR. Er erzählt diese Geschichte aus der Perspektive der Antifa-AktivistInnen und hat nicht den Anspruch von “Objektivität”. Er zeigt die Ereignisse aus der Sicht derer, die an ihnen teilnahmen und sie aktiv beeinflusst haben.

Der Film der Antifašistická akce, der tschechischen Antifaschistischen Aktion, dokumentiert die zwanzigjährige Geschichte des Kampfes mit Neonazis, FaschistInnen und RassistInnen. Er zeichnet den Aufstieg und Niedergang der tschechischen RassistInnen und Neonazis, genauso wie die Erfolge und Misserfolge der tschechischen Antifa-Bewegung, die nicht nur gegen Nazis kämpft, sondern auch gegen staatliche Repression und öffentliche Meinung.

Film: 93 Minuten mit Untertiteln