Tag-Archiv für 'kino'

Kino im Infoladen

Das Infoladen-Kino zeigt – aus gegebenen Anlass – eine Dokumentation über Nazi-Konzerte/-Musik. Am Mittwoch den 2. August ab 20 Uhr. Für Snacks und Getränke wird gesorgt.

Kino im Infoladen: Holocauts light – gibt es nicht!

Mittwoch 07. Juni 20 Uhr

Sara Atzmon überlebt als 12-Jährige Ghetto, Arbeitslager und das KZ Bergen Belsen. Fast 70 Jahre später besucht sie mit ihrer Enkelin Shahaf die Orte ihres Leidens in Deutschland. Dabei begegnet sie Jugendlichen, die nichts über den Holocaust wissen und Erwachsenen, die nichts mehr von den Verbrechen der Nazis und den Folgen für die Opfer hören wollen. Sara Atzmon begegnet in Deutschland auch Juden, die aufgrund des zunehmenden Antisemitismus wieder auf gepackten Koffern sitzen.

„Nein, ich hasse niemanden, ich will nur, dass man mir in die Augen schaut, wie sich Menschen anschauen“, erklärte sie in einem Interview gegenüber der Deutschen Presseagentur bei der Weltpremiere des Films in Braunschweig.

Dieser bewegende und aktuelle Dokumentarfilm fordert heraus. Die Regisseurin Ilona Rothin erzählt nicht nur die unglaubliche Überlebensgeschichte von Sara Atzmon, sondern schlägt auch den Bogen zur heutigen Generation in Deutschland und Israel

Kino im Infoladen: Meine keine Familie

Mittwoch 4. Januar 2014 | 20:00

Gemeinschaftseigentum, freie Sexualität, Auflösung der Kleinfamilie, – das waren die Grundprinzipien des Friedrichshofs, der größten Kommune in Europa, die vom Wiener Aktionisten Otto Mühl Anfang der 70er Jahre gegründet wurde. Der Regisseur Paul-Julien Robert, der in diese Kommune hineingeboren wurde, begibt sich in „MEINE KEINE FAMILIE“ auf eine persönliche Reise in die eigene Vergangenheit. Ausgehend von Archivmaterial, das im Film erstmalig öffentlich gezeigt wird, konfrontiert der Regisseur sich selbst und seine Mutter mit der Frage: Was ist Familie?

Trailer

Kino im Infoladen: L’Chaim – Auf das Leben!

Mittwoch 7. Dezember 2016 | 20:00

Bevor er zum erfolgreichen Geschäftsmann in New York und professionellen Schachspieler in St. Tropez wurde, hatte Chaim Lubelski bereits ein ziemlich wildes Leben geführt. Deutschland, Paris, London und Afghanistan – vom Hippiedasein bis zum Dealer – er hat nichts ausgelassen. Als seine Mutter krank wird und Hilfe benötigt, entscheidet er sich, mit 63 Jahren in Antwerpen mit ihr zusammen zu ziehen. Er opfert sich für sie mit Hingabe auf und sieht es als seine Mission an, ihren Schmerz zu vertreiben, gerade da sie eine Überlebende des Holocausts ist. L’Chaim! Ein Film als ein Hoch auf das Leben.

2.11. Kino im Infoladen: Tito on Ice

Mittwoch 02. November 20:00 Uhr / Deutschland/Schweden 2012, 76 min, OmU, Regie: Max Andersson und Helena Ahonen, mit: Max Andersson, Lars Sjunnesson, Štefan Skledar, Katerina Mirović, Ivan Mitrevski

Tito on Ice

Die Comiczeichner Max Andersson und Lars Sjunnesson reisen quer durch das ehemalige Jugoslawien. Mit an Bord: ein Kühlschrank, darin: die Mumie von General Tito. Die Reise ist eine Promotour für einen neuen Comic der Schweden und zugleich ein Kunst- und Geschichtshappening über Tito und den Zerfall Jugoslawiens. Auf ihrem Trip tauchen die Künstler ein in eine skurrile Welt voller Paralleluniversen und überschreiten pausenlos Grenzen. Auch die zwischen den Genres: Dokumentarisches Super-8-Material geht über in Animationen aus Pappe und Müll.

Als sie Grenzkontrollen erleben, die sich in improvisierte Fotoshootings fürs Familienalbum verwandeln, mutierte Disney-Figuren aus der Zeit des Eisernen Vorhangs bewundern, Souvenir-Granathülsen als Kunsthandwerk kaufen und Scharfschützen-Kunstgalerien in ausgebombten Wohnungen entdecken, wird ihnen klar, dass die Realität in der Tat merkwürdiger ist als die Fiktion.

Ein Film über und jenseits von Grenzen – tragisch, poetisch und sehr komisch.