Tag-Archiv für 'gewerkschaft'

Kalender für das Ende der Lohnarbeit 2017

Im Infoladen sind ab sofort die SyndiKals für das Jahr 2017 erhältlich. Dabei handelt es sich um einen praktischen Taschenkalender aus dem anarchosyndikalistischen Spektrum mit Informationen weit darüber hinaus. Kommt einfach zu den Öffnungszeiten vorbei, falls ihr einen erwerben wollt.

Syndikal 2017

Solidarität mit der SI COBAS – Filmabend am 15.09. 20 Uhr

Die FAU Erfurt/Jena ruf am 16. September zu einer Solikundgebung (15 Uhr, Löbderstraße) mit den Streikenden der italienischen Basisgewerkschaft SI COBAS in Warenlagern des Textilgiganten H&M auf. Mehr Infos zum Konflikt gibt es bei labournet.de. Zur Mobilisierung zeigen wir die Dokumentation Die Angst wegschmeißen (OmU, 80min, 2015) über die SI Cobas und ihre Kämpfe.

SI COBAS

Seit 2008 ist Norditalien Schauplatz ungewöhnlicher Ereignisse. Unternehmen, Politik und Medien nutzen den Kriseneinbruch, um die ohnehin schon bröckelnden Arbeiter_innenrechte weiter auszuhöhlen; auf der anderen Seite formiert sich jedoch gerade am untersten Ende der Lohnskala ein lebendiger und schlagkräftiger Widerstand.

Ausgerechnet den prekären und größtenteils migrantischen Arbeiter_innen in der Logistikbranche gelingt es, sich durch solidarische und effektive Organisierung aus ihrer Isolation und ihren erniedrigenden Arbeitsverhältnissen herauszukämpfen. Ein Kampf, der nicht nur ihre Arbeitsbedingungen, sondern ihr ganzes Leben verändert.

„Ich redete seit 2012 mit den Mädels, denn ich hatte von der Gewerkschaft SI Cobas gehört. Aber es gab da eine große Angst, denn sie bringen dich in eine Situation der Unterwürfigkeit. Du bist versklavt. Sie machen dir solche Angst, dass du nichtmal mehr „A“ sagst. Du sagst gar nichts mehr, du arbeitest Stück für Stück für Stück… Ich sprach also mit den Mädels und ich weiß nicht, wie es kam: Es war ein Glück.“ (Yoox Arbeiterin, aus dem Film)

team: labournet.tv – Rosa Cannone/Johanna Schellhagen

Mi 06.07. 20:00 Uhr Infoladen-Kino: DIE FRAUEN DER SOLIDARNOŚĆ

Solidarność Według Kobiet, Polen 2014, 103 min, Drehbuch: Marta Dzido, Regie: Marta Dzido, Piotr Śliwowski


Der Film rekonstruiert die bisher kaum erzählte Geschichte der in der polnischen Solidarność engagierten Frauen. Anfang der 1980er Jahre zählte die freie und selbstverwaltete Gewerkschaft „Solidarność“ über 10 Millionen Mitglieder. Die Hälfte davon waren Frauen. Viele von ihnen waren jahrelang in der Opposition aktiv. Nach der Verhängung des Kriegsrechts und dem Verbot der Solidarność 1981 waren es in erster Linie Frauen, die die konspirativen „Untergrund“-Strukturen aufbauten und die Bewegung weiterführten. Aber kaum eine von ihnen hatte Funktionen in den Führungsgremien der Gewerkschaft inne.
Die Solidarność und ihr langjähriger Anführer, der Friedensnobelpreisträger Lech Wałęsa, wurden zu Ikonen des gewerkschaftlichen und demokratischen Widerstands. Die Frauen, die sich unter erheblichen persönlichen Risiken und Opfern in der Solidarność engagierten, sind im öffentlichen Bewusstsein fast nicht präsent.Die Regisseurin Marta Dzido hat sich auf die Suche nach diesen vergessenen Frauen gemacht. Sie fragt nach ihrer Rolle in der Oppositionsbewegung in den 1970er und 1980er Jahren, nach den Beweggründen für ihr Engagement und zeichnet ihre Lebenswege nach der Wende 1989 nach. Sie versucht herauszufinden, warum die Erinnerung an die „weibliche Seite“ der Opposition so komplett in Vergessenheit geraten ist, und den Frauen den ihnen zustehenden Platz in der Geschichte zurückzuerobern.

Outbreak #2 erhältlich

Im Infoladen ist ab sofort die zweite Ausgabe der Zeitschrift der Gefangenengewerkschaft (BB/GO) erhältlich.
Cover Outbreak #2

Keep CSAAWU Doors Open! – Spendensammlung für die Kämpfe von LandarbeiterInnen in Südafrika

CSAAWU

Die Freie Arbeiter- und Arbeiterinnen Union (FAU) ruft dazu auf, die südafrikanische Gewerkschaft „Commercial Stevedoring Agricultural & Allied Workers Union“ (CSAAWU) zu unterstützen. Die LandarbeiterInnen-Organisation ist in Folge verlorener Gerichtsprozesse und dadurch auf sie zukommender Kosten in ihrem Bestehen akut gefährdet.

Im März 2012 waren nach einer Streikwelle hunderte von ArbeiterInnen entlassen worden. Die CSAAWU, hat den Streik ebenso unterstützt, wie den Kampf gegen die Sanktionen. Annähernd 100 Fälle wurden von der CSAAWU vor das Arbeitsgericht gebracht. Dieses entschied jedoch gegen die ArbeiterInnen und tadelte einzelne Vertreter der Gewerkschaft dafür, den Streik unterstützt zu haben. Die Gewerkschaft weist diese Vorwürfe zurück und unterstützt nach wie vor die Streiks und die Entlassenen. Als Folge der verlorenen Gerichtsprozesse muss die CSAAWU 600.000 Rand (etwa 44.000 €) aufbringen. Eine Summe, welche die kleine Gewerkschaft in ihrer Existenz bedroht. Sie hat deshalb eine Spendenkampagne unter dem Titel „Keep CSAAWU Doors Open“ (Haltet die Türen der CSAAWU offen!) ins Leben gerufen. Die FAU unterstützt diese Kampagne und ruft zu Spenden auf.

Einzelspenden sind direkt möglich über die Indiegogo Seite der Kampagne oder durch Direktüberweisungen auf das Konto der CSAAWU (Bank: Standard Bank; Kontonummer: 072003596; Kontoinhaber: CSAAWU; Branch name: Tyger Manor; Branch code: 050410; SwiftCode: SBZAZAJJ).

Ihr könnt euch aber auch an der Sammelspende der FAU beteiligen. Die FAU wird bis zum 31. Januar 2015 Spenden für die CSAAWU sammeln und diese dann gemeinsam überweisen. Die Kontodaten dafür lauten:
Freie Arbeiterinnen Union
Postbank Hamburg
BIC: PBNKDEFF / IBAN: DE94200100200096152201
Betreff: CSAAWU

Mehr Informationen zur CSAAWU und zum Konflikt finden sich auf ihrer Website (dort finden sich auch Informationen über die Arbeits- und Lebensbedingungen von FarmarbeiterInnen in Südafrika).