Tag-Archiv für 'antifa'

Direct Action 2017

Ab sofort ist während der Öffnungszeiten bzw. Sprechzeiten der Direct Action Kalender für 2017 erhältlich. Falls es anarchosyndikalistischer sein soll sind auch noch einzelne Exemplare des Syndikals erhältlich.

Neue Lirabelle im Infoladen erhältlich

Ab sofort ist die neue Lirabelle im Infoladen erhältlich. Schaut einfach zu den Öffnungszeiten vorbei.

Lirabelle #12

Kino im Infoladen: La Nueve – Die vergessenen Helden der Befreiung

La Nueve ou les oubliés de la victoire, F 2009, 53 min, OmU, Regie: Alberto Marquardt18.01.2016 20:00 Uhr

Cover La NueveDie offizielle Geschichtsschreibung vergisst oftmals die wahren Helden. So erging es auch den Soldaten der 9. Kompanie in General Leclercs 2. Bewaffneter Division. Am 24. August 1944 waren sie die ersten, die ins befreite Paris einmarschierten. Ihr Kampf begann allerdings nicht an diesem Datum und endete hier auch nicht. Über zehn Jahre kämpften sie gegen den Faschismus in Europa. Die meisten unter ihnen waren Spanier und ihr Kampf begann 1936 gegen Franco und führte sie danach nach Frankreich, Nord-Afrika und vielen anderen Orten bis zu Hitlers Adlerhorst auf dem Obersalzberg, in der Hoffnung in ein befreites Spanien zurückzukehren. Sie waren einfache Arbeiter bevor sie zur Waffe griffen. Sozialisten, Kommunisten, Anarchisten, viele von ihnen Mitglied der anarchosyndikalistischen CNT, einige ehemalige Milizionäre der legendären Kolonne Durruti. Gemein war ihnen, dass sie nicht für die Interessen einer Nation kämpften oder wie es einer von ihnen ausdrückte: “Wir kämpften nicht für eine Fahne, wir kämpften für unsere Ideale, für die Freiheit.” Am Ende wurden ihre Hoffnungen im Kalten Krieg aufgerieben: Franco wurde ein Alliierter der “Freien Welt”…
Im Film erzählen die Überlebenden Luis Royo und Manuel Fernandez ihre Geschichte. Sie blicken zurück ohne Verbitterung und sprechen über diese Jahre mit dem Wissen, das Richtige gemacht zu haben. Und sie würden keinen Augenblick zögern, es wieder zu tun…

„Grenzen abschaffen und Alle bleiben“

11. Dez. | Antirassistische Demonstration „Grenzen abschaffen und Alle bleiben“
15:00 vor der Gemeinschaftsunterkunft in der Schulstraße 11 (in Jena-Ost)

Am Freitag werden wir in Jena gemeinsam mit unseren geflüchteten Freund_innen und Genoss_innen auf die Straße gehen, um unseren gemeinsamen Kampf gegen den gesellschaftlichen und staatlichen Rassismus in Deutschland sichtbar zu machen. Informiert euch unter deutlichwerden.blogsport.de! Es folgen die Termine im Vorfeld und nach der Demo sowie der Aufruf zur Demo.

08.Dez | Transpi malen und Schilder basteln
Um aussagekräftiges Material vorzubereiten treffen wir uns am Dienstag vor der Demo ab 12Uhr im „Frei(t)raum“ des Studierendenrates der FSU. Den Raum findet hinter der Cafeteria am Campus in der Carl-Zeiss-Straße 3.

09.Dez | Mobi-Kundgebung „Deutlich werden!“
Kommt am Mittwoch ab 16Uhr zum Johannistor. Dort wollen wir die letzte Ladung Flyer und Infos unter die Leute in der Innenstadt bringen und uns schonmal ein wenig einstimmen.

11.Dez. | „Antirassistische Kämpfe ausweiten!“
Diskussionsveranstaltung mit Aktivist_innen aus Leipzig, Lübeck, Gotha und Jena zu Erfahrungen und Perspektiven antirassistischer Praxis, praktischer und politischer Solidarität mit Geflüchteten.
19Uhr | Haus auf der Mauer (Johannisplatz 26)

12.Dez. | Antifaschistische Nachttanzdemo
Gemeinsam auf die Straße gegen den Nazi-Fackelmarsch in Eisenberg.
16Uhr | Landeserstaufnahmestelle (Jenaer Straße 41)
mehr auf rakobre.blogsport.de
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Alternative Orientierungstage 2015

Herbst 2015, ein neues Semester beginnt, der Zyklus startet von vorne. Friedolin, Credits und Musterstudienpläne wollen wieder unser Leben beeinflussen.
Doch wir sagen: Studieren muss mehr als das sein! Die diesjährigen „Alternativen Orientierungstage“ (ALOTA) in Jena stehen in den Startlöchern und damit knapp 50 Workshops, Vorträge, Stadtrundgänge, Film-, Diskussions- und Kneipenabende rund um das politische Leben in Jena. Wir möchten hiermit alle Interessierten, Aktiven und solche die es werden wollen einladen, vorbeizuschauen! Alles Wichtige rund um die ALOTA 2015 findet ihr auf http://alota.co.vu/.

Veranstaltungsmarathon, Couchcafe, Eröffnung – Kommt vorbei!

Alle Veranstaltungen werden vom 12.-24.Oktober in und rund um die Friedrich-Schiller-Universität (FSU) stattfinden. Das Programm und den Timetable, sowie zahlreiche Informationen zu den Veranstaltungen, beteiligten Gruppen und zentralen Spots, findet ihr auf http://alota.co.vu/.
In der ersten Woche wird es außerdem vom Dienstag bis Freitag das „Couchcafe“ auf dem Campus am Ernst-Abbe-Platz geben. Von 12-18 Uhr könnt ihr dort alle möglichen Infos und Materialien bekommen und „Alteingessene“ zu Studium, Leben und Aktivismus in Jena ausquetschen.
Und es sei nochmal auf die „Feierliche Eröffnung“ am Montag, den 12.Oktober um 11Uhr in Hörsaal 8 hingewiesen. Wir würden uns freuen auch dort den einen oder die andere von euch zu sehen und auf die anstehende kritischen Wochen die Sektkorken knallen zu lassen.

Über Friedolin hinaus gehen

Mit dem zweiwöchigen Veranstaltungsmarathon vom 12.-24.Oktober wollen wir nun das zweite Jahr in Folge „Erstis“ aber auch allen anderen Interessierten einen kritischen Einstieg ins neue bzw. erste Semester ermöglichen. Alternative Orte und Kultur, aktive Gruppen und Initiativen, kritische Perspektiven auf den Hochschulbetrieb, die Stadt und die Gesellschaft – die kommenden zwei Wochen sollen eine Möglichkeit sein, sich über all das eine Orientierung zu verschaffen.
Unter dem Motto „Still not lovin´ Friedolin“ grenzt sich das Ganze also bewusst ab von den klassischen Einführungen in den Hochschul-Trott aus Prüfungsordnung, Modulkatalog und Musterstudienplan. Friedolin, das Online-Verwaltungsprogramm der FSU, ist für uns der symbolische Knotenpunkt all dessen und Ausdruck eines immer mehr auf ökonomische Verwertung getrimmten Universitätssystems. Die eingeschränkte Perspektive auf ein Leben im Studium, die sich hieraus ergibt, wollen wir nicht akzeptieren: Die Unizeit bietet mehr als das Sammeln von Credit Points.

Das widerspenstige Jena sichtbar machen

Im Zentrum der ALOTA steht damit nicht der Universitätsbetrieb, sondern das widerspenstige Jena, jener Teil der Stadt, der sich nicht der postulierten Alternativlosigkeit der jetzigen Verhältnisse beugen will. Dieser nicht immer sichtbare Teil soll in den zahlreichen Events beleuchtet und eine kritische Perspektive auf den Rest gestärkt werden. Wir wollen also mit den „Alternativen Orientierungstagen“ eine Bresche schlagen in den unübersichtlichen Jenaer Polit-Dschungel und den häufig schwer auffindbaren Weg dorthin freilegen. Wer aktiv werden will, sich nach Formen der Selbstorganisierung und alternativen, solidarischen Strukturen umsieht, wird also in den zwei Wochen hoffentlich inspiriert und fündig werden.

Linke Perspektiven stärken

Aber die ALOTA sollen nicht bloß das Aktiv-werden erleichtern. Wir wollen darüber hinaus inhaltlich diskutieren und Auseinandersetzungen um emanzipatorische Theorie und Praxis vorantreiben. Die Veranstaltungsreihe bündelt kritische Perspektiven und Ansätze linker Politik, um sie letztendlich zu stärken. Etwas, das im aktuellen Kontext immer erfolgreicher werdender rechter Mobilisierung – besonders auch in Thüringen – bitter nötig ist, will man nicht immer bloß reagieren und dem Anstieg reaktionärer Positionen hinterherrennen. Wir sehen die ALOTA also auch als eine Chance mit linken Perspektiven und Alternativen in die Offensive zu gehen. Ein Blick auf das Programm macht deutlich, wie dies aussehen kann: antirassistisch, feministisch, kapitalismuskritisch und solidarisch. In diesem Sinne: Wir würden uns freuen, wenn ihr dabei seid!