Archiv für Oktober 2015

Alternative Orientierungstage 2015

Herbst 2015, ein neues Semester beginnt, der Zyklus startet von vorne. Friedolin, Credits und Musterstudienpläne wollen wieder unser Leben beeinflussen.
Doch wir sagen: Studieren muss mehr als das sein! Die diesjährigen „Alternativen Orientierungstage“ (ALOTA) in Jena stehen in den Startlöchern und damit knapp 50 Workshops, Vorträge, Stadtrundgänge, Film-, Diskussions- und Kneipenabende rund um das politische Leben in Jena. Wir möchten hiermit alle Interessierten, Aktiven und solche die es werden wollen einladen, vorbeizuschauen! Alles Wichtige rund um die ALOTA 2015 findet ihr auf http://alota.co.vu/.

Veranstaltungsmarathon, Couchcafe, Eröffnung – Kommt vorbei!

Alle Veranstaltungen werden vom 12.-24.Oktober in und rund um die Friedrich-Schiller-Universität (FSU) stattfinden. Das Programm und den Timetable, sowie zahlreiche Informationen zu den Veranstaltungen, beteiligten Gruppen und zentralen Spots, findet ihr auf http://alota.co.vu/.
In der ersten Woche wird es außerdem vom Dienstag bis Freitag das „Couchcafe“ auf dem Campus am Ernst-Abbe-Platz geben. Von 12-18 Uhr könnt ihr dort alle möglichen Infos und Materialien bekommen und „Alteingessene“ zu Studium, Leben und Aktivismus in Jena ausquetschen.
Und es sei nochmal auf die „Feierliche Eröffnung“ am Montag, den 12.Oktober um 11Uhr in Hörsaal 8 hingewiesen. Wir würden uns freuen auch dort den einen oder die andere von euch zu sehen und auf die anstehende kritischen Wochen die Sektkorken knallen zu lassen.

Über Friedolin hinaus gehen

Mit dem zweiwöchigen Veranstaltungsmarathon vom 12.-24.Oktober wollen wir nun das zweite Jahr in Folge „Erstis“ aber auch allen anderen Interessierten einen kritischen Einstieg ins neue bzw. erste Semester ermöglichen. Alternative Orte und Kultur, aktive Gruppen und Initiativen, kritische Perspektiven auf den Hochschulbetrieb, die Stadt und die Gesellschaft – die kommenden zwei Wochen sollen eine Möglichkeit sein, sich über all das eine Orientierung zu verschaffen.
Unter dem Motto „Still not lovin´ Friedolin“ grenzt sich das Ganze also bewusst ab von den klassischen Einführungen in den Hochschul-Trott aus Prüfungsordnung, Modulkatalog und Musterstudienplan. Friedolin, das Online-Verwaltungsprogramm der FSU, ist für uns der symbolische Knotenpunkt all dessen und Ausdruck eines immer mehr auf ökonomische Verwertung getrimmten Universitätssystems. Die eingeschränkte Perspektive auf ein Leben im Studium, die sich hieraus ergibt, wollen wir nicht akzeptieren: Die Unizeit bietet mehr als das Sammeln von Credit Points.

Das widerspenstige Jena sichtbar machen

Im Zentrum der ALOTA steht damit nicht der Universitätsbetrieb, sondern das widerspenstige Jena, jener Teil der Stadt, der sich nicht der postulierten Alternativlosigkeit der jetzigen Verhältnisse beugen will. Dieser nicht immer sichtbare Teil soll in den zahlreichen Events beleuchtet und eine kritische Perspektive auf den Rest gestärkt werden. Wir wollen also mit den „Alternativen Orientierungstagen“ eine Bresche schlagen in den unübersichtlichen Jenaer Polit-Dschungel und den häufig schwer auffindbaren Weg dorthin freilegen. Wer aktiv werden will, sich nach Formen der Selbstorganisierung und alternativen, solidarischen Strukturen umsieht, wird also in den zwei Wochen hoffentlich inspiriert und fündig werden.

Linke Perspektiven stärken

Aber die ALOTA sollen nicht bloß das Aktiv-werden erleichtern. Wir wollen darüber hinaus inhaltlich diskutieren und Auseinandersetzungen um emanzipatorische Theorie und Praxis vorantreiben. Die Veranstaltungsreihe bündelt kritische Perspektiven und Ansätze linker Politik, um sie letztendlich zu stärken. Etwas, das im aktuellen Kontext immer erfolgreicher werdender rechter Mobilisierung – besonders auch in Thüringen – bitter nötig ist, will man nicht immer bloß reagieren und dem Anstieg reaktionärer Positionen hinterherrennen. Wir sehen die ALOTA also auch als eine Chance mit linken Perspektiven und Alternativen in die Offensive zu gehen. Ein Blick auf das Programm macht deutlich, wie dies aussehen kann: antirassistisch, feministisch, kapitalismuskritisch und solidarisch. In diesem Sinne: Wir würden uns freuen, wenn ihr dabei seid!

10.10.2015 “Es reicht, ya basta, it’s enough, كافيةأنها – Antirassistische Demonstration Gotha

Kurzaufruf:
Gotha, mit samt seinem Landkreis, ist im Bezug auf die rassistische deutsche Hetze gegen Geflüchtete, bisher halbwegs glimpflich davon gekommen. „Thügida“ hat sich zwar zwei Mal in Ohrdruf versucht und die Nazikameradschaft „Bündnis Zukunft Landkreis Gotha“ hat im April eine rassistische Demonstration durchgeführt, jedoch schien die Situation im Vergleich zu anderen Regionen eher entspannt. Die Lage scheint nun jedoch etwas zu kippen. In Waltershausen kamen im September über 500
Rassisten und Nazis zusammen um gegen die Unterbringung von Geflüchteten zu demonstrieren und in Ohrdruf formiert sich ein immer größer werden der Zusammenschlusz rund um die Gruppe „Pro Ohrdruf“ eine Bürgerwehr, welche von bekannten Nazis formiert wurde. Diese verfolgen, drangsalieren und fotografieren Geflüchtete in der Stadt. Erschwerend hinzu kommen die neuesten Entwicklungen in der ohrdrufer Erstaufnahmestelle: die Menschen müssen hungern, da die Verpflegung sozusagen nur aus „Wasser und Brot“ besteht, eine ärztliche Versorgung ist de facto nicht gegeben, die Geld-Ausgabe wird immer wieder verschoben und die Sicherheitsfirma
scheint nur aus machtgeilen Rassisten zu bestehen, welche die Geflüchteten verängstigen und unterdrücken. Dieser menschenverachtenden Praxis, von Staat, Nazis und stolzen deutschen Bürgern aka Rassisten, muss Einhalt geboten werden. Wir rufen daher am 10.10.2015 um 14:00 Uhr zu einer Demonstration durch die Kreisstadt Gotha auf, um den Rassisten und den für die Geflüchteten zuständigen Ämtern zu zeigen, was von ihrer menschenverachtenden Praxis zu halten ist: NICHTS!

Plakat

Kalender für das Ende der Lohnarbeit

Im Infoladen sind ab sofort die SyndiKals für das Jahr 2016 erhältlich. Dabei handelt es sich um einen praktischen Taschenkalender aus dem anarchosyndikalistischen Spektrum mit Informationen weit darüber hinaus. Kommt einfach zu den Öffnungszeiten vorbei.

SyndiKal 2016