Archiv für Juni 2015

Arbeit nervt auch Anarchist*innen!

Arbeit nervt!

Mit dem Titel „Arbeit nervt“ wurde die aktuell noch laufende 2. Auflage des Salonkommunismus betitelt. Im anarchistischen Lesekreis wollen wir hierzu passend einige Texte zur Kritik von (Lohn-)Arbeit lesen. Arbeit und speziell Lohnarbeit und die sich darum rankenden Ideologien sind in der Geschichte und auch gegenwärtig zentrale Elemente von Herrschaft, weswegen es sinnvoll erscheint sich damit aus einer herrschaftskritischen Perspektive zu befassen. Dies wird wie gewohnt in drei Blöcken stattfinden:

1. Sitzung (30.6.): Paul Lafargue (1883) – Das Recht auf Faulheit: Widerlegung des »Rechts auf Arbeit« von 1848
2. Sitzung (7.7.): Alfredo Bonanno (1994) – Lasst uns die Arbeit zerstören!
3. Sitzung (14.7.): Gruppe Krisis (1999) – Manifest gegen die Arbeit

Die Sitzungen finden jeweils um 19:30 im Infoladen statt.

Autonome Bewegungen und Selbstorganisation in Griechenland – am Beispiel Thessaloniki und Athen

Flyer

Im März 2015 haben sich Aktivist_innen aus Jena auf den Weg nach Griechenland gemacht. Ziel der Reise sind selbst-verwaltete Projekte und Initiativen der linken Bewegung. Die Ergebnisse dieser Reise sollen in einer zweiteiligen Veranstaltungsreihe vorgestellt werden.

15.06.2015, 20:00 Uhr, Infoladen
FILMPRÄSENTATION UND DISKUSSION ZUM THEMA SELBSTORGANISATION IN GRIECHENLAND: LET‘S NOT LIVE LIKE SLAVES, 2013 (90 min) (deutsche Untertitel)
Neben Impressionen aus den größten Städten Griechenlands – Thessaloniki und Athen, kommen u.a. Aktivist_innen aus Hausprojekten, Stadtteilgärten, selbstverwalteten Fabriken und Kliniken, migrantischen Initiativen, dem antifaschistischen Selbstschutz zu Wort. Gezeigt wird, dass es die griechische außerparlamentarische Linke, trotz oder gerade wegen der Krise verstanden hat sich Räume anzueignen und damit handlungsfähig zu bleiben. Durch den Film soll ein Eindruck über die gesellschaftliche Situation in Folge der Krise in Griechenland vermittelt werden.

Im Anschluss an den Film laden wir euch zu einer offenen Diskussion ein.

25.06.2015, 20:00 Uhr, Infoladen
ERFAHRUNGSBERICHT: Ein Ziel Der Aktivist_innen war Thessaloniki. Dort führten sie Gespräche mit Anarchist_innen, Autonomen und Antifaschist_innen aus selbstverwalteten Projekte und Initiativen der linken Bewegung. Im Mittelpunkt dieser Treffen standen die Fragen: Wie sieht die Selbstorganisation in den Projekten seit Beginn der Krise aus? Kommt es zu einer verstärkten Aktivität gegen kapitalistische Auswüchse? Wie wird mit Herausforderungen umgegangen, die sich durch die Krise verstärkt haben, wie z.B. Hass auf Migrant_innen und Geflüchtete. Und kann letztlich die Krise in Griechenland als Chance für die linke Bewegung gesehen werden?

Berichtet wird über selbstverwaltete (Haus)-Projekte, einen syndikalistischen Betrieb (Viome), über die Arbeit von Flüchtlingsorganisationen sowie weiteren Orten des Widerstands.

Outbreak #2 erhältlich

Im Infoladen ist ab sofort die zweite Ausgabe der Zeitschrift der Gefangenengewerkschaft (BB/GO) erhältlich.
Cover Outbreak #2

03.06.15: Kino im Infoladen

Pride

03.06.2015 – 20.00 Uhr

Auf diese Art der Unterstützung hätten die streikenden Minenarbeiter in Großbritannien 1984 eigentlich lieber verzichtet, doch seine Verbündeten kann man sich nicht immer aussuchen. Da die Schwulen- und Lesbenszene ebenso unter der reaktionären Politik Margaret Thatchers und der polizeilichen Willkür zu leiden hat, beschließt eine Londoner Aktivistengruppe, sich mit den Arbeitern zu solidarisieren und Spenden zu sammeln. Als sie das Geld schließlich persönlich in einem verschlafenen walisischen Dorf überbringen, prallen zwei Welten aufeinander: Bronsky Beat trifft Gaelic Folk! Nicht in jedem Waliser findet die illustre Truppe einen dankbaren Verbündeten. Doch die Gegensätze sind nicht so unüberbrückbar, wie es zunächst scheint – und schon bald stellt sich echtes Disco-Feeling bei den hüftsteifen Walisern ein. Es ist der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft mit bis heute historischen Folgen …