Archiv für März 2014

02.04.14 Kino im Infoladen

Das Schwein von Gaza

02.04.2014 – 20.00 Uhr

„Der palästinensische Fischer Jafaar hat es nicht leicht. Weil die Israelis nicht erlauben, dass die Boote der Palästinenser weit hinausfahren, zieht er nur kleine Fische und vor allem Müll an Bord. Sein Haus wird von israelischen Soldaten als Beobachtungsposten benutzt. Weil er Schulden bei einem Händler hat, droht ihm Gefängnis. Nach einer stürmischen Nacht hat er anstelle eines dicken Fisches ein lebendiges Schwein im Netz. Jetzt steht Jafaar vor einem großen Problem. Denn Schweine gelten in Gaza als unrein und sind an Land nicht akzeptiert. Nach Israel kann er das Schwein auch nicht verkaufen, denn in diesem Punkt sind sich Palästinenser und Israelis einig.

Jafaar versteckt das Schwein, es ist ein Eber, auf seinem Boot und versucht alles Erdenkliche, um es loszuwerden. Dabei geht er mehrere skurrile, aber auch nicht ungefährliche Handel ein, die seine eher klägliche Existenz zunächst verbessern. Doch als seine Glaubensgenossen herausfinden, dass er den Eber zu Zuchtzwecken an eine israelische Siedlerin ausgeliehen hat, wird er vor die Wahl gestellt, entweder als Verräter oder als Märtyrer zu sterben.“

14.03.14 – Solikundgebung für Josef

Wann: 14.03.14 – 13.00 Uhr
Wo: Johannistor Jena

Unser Freund und Genosse aus Jena sitzt seit bald 7 Wochen in Wien im Gefängnis. Ob er weiter hinter Gittern bleibt, entscheidet sich am Freitag!

Am 24. Januar fand in Wien der sogenannte Akademikerball statt, ein jährlich stattfindendes Treffen führender VertreterInnen rechtspopulistischer Parteien, schlagenden Burschenschaftlern und HolocaustleugnerInnen aus ganz Europa. Im Verlauf der Gegenproteste wurden mehrere Personen von der Polizei festgenommen, darunter auch Josef, unser Freund und Genosse aus Jena. Im Gegensatz zu allen anderen wurde Josef jedoch nicht wieder freigelassen, sondern befindet sich seitdem in Untersuchungshaft im fernen Wien.

Schon im Vorfeld des Akademikerballs hatten Rechte gegen die Gegenproteste gehetzt. Die Polizei wiederum versuchte die Proteste von vornherein möglichst zu unterbinden und ging hart gegen DemonstrantInnen vor. Diesen Einschränkungen der Protestmöglichkeiten folgt nun die juristische Repression. Der bisherige Hergang lässt befürchten, dass die österreichische Justiz an Josef ein Exempel statuieren will. Die bisherigen Haftprüfungen fielen alle negativ für Josef aus. Jedes Mal wurde ein anderer, fadenscheiniger Grund für die Haftverlängerung angeführt.

Am 10.3. sollte nun eine weitere Haftprüfung stattfinden, doch am selben Morgen reichte die Staatanwaltschaft die Anklageschrift ein – ein kalkuliertes Manöver, um die Haftprüfung auszusetzen: Nicht die Haftrichterin hat nun über Josefs Entlassung zu entscheiden, sondern der Richter/die Richterin der Hauptverhandlung gegen Josef. Diese Entscheidung steht am Freitag an – wie sie ausgehen wird, ist ungewiss. Im schlimmsten Fall muss Josef bis zur Hauptverhandlung weiter im Gefängnis bleiben, und je nach Urteil vielleicht sogar noch länger.

Wir sind wütend über dieses Vorgehen und fordern die sofortige Freilassung unseres Freundes und Genossen!

Kommt zur Kundgebung am Freitag am Johannistor und zeigt euch solidarisch!

Unsere Solidarität, die könnt ihr haben! Freiheit für Josef!

Alle Infos unter: http://soli2401.blogsport.eu/

Internationaler Aktionstag gegen die Santander Bank am 6. März – Kundgebung in Jena

¡Solidaridad contra Banco Santander-ISBAN! ¡Solidaridad con la CNT!

Die FAU Erfurt/Jena ruft zur Teilnahme am internationalen Aktionstag gegen ISBAN, dem IT-Dienstleistungsunternehmen der Santander Group, am 6. März 2014 auf. Los geht es um 15 Uhr vor der Santander Filiale (Grietgasse 22) in Jena. Hintergrund des Konfliktes ist die Entlassung eines Mitglieds des IT-Syndikats der CNT Madrid, welche die Outsourcing Politik der Santander Group öffentlich kritisiert hatte. Offensichtlich sollte damit der Protest unterdrückt werden; allerdings hatte die Entlassung des Genossen von der CNT den gegenteiligen Effekt. Bereits im August des vergangenen Jahres beteiligten sich weltweit revolutionäre Basisgewerkschaften an Protestaktionen gegen die Santander Group. Für den 6. März hat die CNT Madrid zu einen weiteren Protesttag aufgerufen, an dem sich auch verschiedene Syndikate der Freien ArbeiterInnen Union (FAU) beteiligen werden. Ziel ist es den öffentlichen Druck auf das Unternehmen zu erhöhen und die Rücknahme der Kündigung des spanischen Genossen zu erreichen.

In Zeiten multinationaler Konzerne auf der einen Seite und bornierter nationaler Standortpolitik seitens der Nationalregierungen im Zusammenspiel mit den großen Gewerkschaften, ist es um so wichtiger internationale Solidarität zu zeigen und den Abbau von Rechten für Arbeitnehmer_innen und Gewerkschaften nicht länger hinzunehmen.

¡Basta de represión sindical! Solidaridad con la compañero de la CNT!

Mehr Informationen: informaticamadrid.cnt.es/seccion/isban (spanisch) und auf fau.org/ortsgruppen/erfurt-jena/